Slowenien

Von Altötting aus brechen wir gemeinsam mit Manu, Tom und Baby Xaver und zwei VW-Bussen in das Soča-Tal in Slowenien auf.

Da wir keine feste Abfahrtszeit geplant hatten, vertrödelten wir noch den halben Tag bei ihnen zu Hause. Am Nachmittag saßen wir dann endlich in den Bussen. Weltreiseaufbruchstimmung? Weit gefehlt. Wir beide fühlten uns immer noch, als würden wir in den Urlaub fahren.

VW T4 Aufbruch, Altötting
Aufbruch in Altötting.

Von Bayern ging es über Österreich an den Italienischen Grenzübergang Tarvis. Als wir dort ankamen war es schon dunkel. Und es waren keine anderen Auto zu sehen. Die beiden italienischen Beamte winkten Eini und mich gleich mal zur Kontrolle. Sie schauten irritiert, als der grüne Bus hinter uns auch anhielt. Um die beiden Männer endgültig zu verwirren, stieg Eini aus der Beifahrertür und zur Schiebetür wieder ein. Die Ausweise waren nämlich noch im Geheimfach versteckt. Nachdem die Beamten einen Blick in den Bus geworfen und alle Dokumente gesehen hatten durften wir weiterfahren.

Passo di Predil und Soča-Tal

Über die steile kurvenreiche Straße ging es über den Passo di Predil (1156 m). Unterwegs lief uns in einer Kurve ein Reh vors Auto. Obwohl ich es einen Moment zuvor am Straßenrand entdeckt hatte, verlief die Begegnung für Bus und Reh eher knapp. Auch bergab zog sich die Straße kurvenreich am Berg entlang. Die Dunkelheit machte die Fahrt umso anstrengender. Wir ärgerten uns etwas darüber, zu spät losgefahren zu sein und so den schönen Ausblick auf den Lago del Predil und die Berge zu verpassen. Um kurz vor zehn Uhr erreichten wir endlich den Campingplatz an der Soča.

VW Bus Camping im Soča Tal, Slowenien
Campen im Soča Tal.

Erst am nächsten Morgen konnten wir die umliegende Berglandschaft sehen. Eini, Manu und ich haben tagsüber ein kleine Mountainbiketour gestartet. Den Abend verbrachten wir lange unter dem klaren Sternenhimmel. Die nächsten Tage im Soča Tal waren sehr erholsam. Wir gingen im eiskalten Wasser baden, fuhren mit dem Linienbus zur Soča Quelle und wanderten 26 Kilometer zurück zum Campingplatz. Dann ging es für zwei Nächte nach Kobarid, wo wir zusammen mit Tom eine sehr große Runde mit den Mountainbikes über den Berg Stol drehten.

Zu den Mountainbike-Touren im Outdoor-Tagebuch.

Zu den Wandertouren im Outdoor-Tagebuch.

Soča Tal baden
Eini springt in die Soča.

Soriška Planina Pass und eine Panne

Von Kobarid starteten wir zu unserer letzten gemeinsamen Station an den Bohinji See. Tom und Manu waren früher losgefahren. Auf dem höchten Punkt des Soriška Planina Passes holten wir die beiden wieder ein. Mit Xaver mussten sie mehr Pausen machen und wir dachten uns nichts dabei, als wir sie am Straßenrand entdeckten. Doch Tom hatte angehalten, weil seine Warnleuchte angegangen war und ließ gerade den Motor abkühlen. Eini machte die Ursache ausfindig: das Thermostatgehäuse hatte einen Riss.

VW T4 Reparatur Thermostatgehäuse
Eini beim Versuch den Bus unserer Reisepartner wieder fit zu machen.

Er packte gleich mal sein Werkzeug aus, um mit Dichtmasse und einer neuen Schelle den Riss zu reparieren. Während Manu mit Xaver im Bus saß, beobachtete ich dunkle Wolken, die sich plötzlich immer schneller in Richtung Pass bewegten. Eini war noch nicht fertig, als es anfing zu regnen. Wir hatten noch nicht alles ins Trockene bringen können, als das Gewitter direkt auf dem Pass ausbrach. So schnell es ging, sprangen wir in die Busse und harrten die nächste halbe Stunde aus.

Als der Regen nachgelassen hatte, entschieden wir uns auf den Parkplatz des Skigebiets Soriška Planina zu fahren, der nur wenige Meter hinter der Kurve lag, vor der wir standen. Gerade so weit weg, dass wir ihn erst entdeckt hatten, als Eini schon mit der Reparatur begonnen hatte. Die war leider gescheitert, der Bus verlor immer noch Wasser. Während Tom versuchte den ADAC zu erreichen, hatten wir schon bei dem kleinen Restaurant an der Liftanlage nach einer Parkmöglichkeit für die Nacht angefragt.

Ein Abschied auf unbestimmte Zeit

Um die Stimmung aufzuhellen, gönnten wir uns ein gemeinsames Abschiedsessen im Restaurant. Manu probierte ein traditionelles Buchweizengericht mit Milch, das eher seltsam schmeckte. Die vegetarische Auswahl hielt sich in Grenzen, weswegen ich Grillkäse mit Pommes bestellte und die trockene Kombination, mit einer scharfen Soße aufpeppte. Ich kann es nicht weiterempfehlen, die Schärfen 10/10 und 9/10 mit einem Glas Rotwein zu mischen. Aber soviel sei gesagt: die Wirkung des Weins ist umso stärker, wenn man das Gefühl hat Feuer speien zu können.

image1
Abschied von Tom, Manu und Xaver (nicht im Bild).

Am nächsten Morgen wurden unsere Freunde vom ADAC abgeschleppt. (Man konnte den beiden glücklicherweise in der Werkstatt schnell und günstig ein neues Teil einbauen und sie waren bald wieder auf der Straße unterwegs.). Da das Wetter in Richtung Bohinji See eher bewölkt aussah, machten wir einen Abstecher zum baden an den See Bled. Danach fuhren wir nach Ljubljana, wo wir uns noch einen Tag die Stadt angesehen haben. Unser nächstes Ziel hieß Kroatien.

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Bleder See.
Metelkova Mesto Ljubljana Künstlerviertel.
Sightseeing in Ljubljanas Künstlerviertel.
Metelkova, Ljubljana, Künstlerviertel
Künstlerviertel Metelkova Mesto.

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