Kroatien Teil 2

Nachdem wir uns einen ganzen Tag von der Wanderung im Paklenica Nationalpark erholen hatten, starten wir nach Omiš. Inzwischen wussten wir, dass das Paket mit den Reisepässen etwa zeitgleich mit unseren Freunden Maja und Thomas aus Stuttgart ankommen würde. Ursprünglich wollten wir eine Woche vor ihnen in Omiš gewesen sein.

Wir freuten uns auf das ungeplante Wiedersehen und verbrachten vor ihrer Ankunft zwei schöne Tage in Omiš auf einem Minicamping mit Stellplatz direkt am Meer. So direkt, dass wir uns zunächst nicht sicher waren, ob wir die steile Rampe mit unseren 2,7 Tonnen wieder heraufkommen würden.

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Von dort haben wir an beiden Abenden kleine Ausfahrten mit den Bikes gestartet. Die erste glich mehr einer Bergwanderung. Bei der zweiten rutschten wir viel losen Schotter am Hang herunter. Wir beschlossen es mit dem Biken an der Küste erst einmal sein zu lassen. Majas Eltern hatten uns eingeladen in einem ihrer Ferienapartments zu wohnen, solange wir in Omiš waren. Wir verließen den schönen Stellplatz und zogen für die nächsten zwei Nächte bei ihnen ein.

Zu den Mountainbike-Touren im Outdoor-Tagebuch.

Kroatische Werkstatt

Während ich das vorhandene Wlan nutzte, um endlich mit dem Blog anzufangen, war Eini in einer kroatischen „Werkstatt“, die uns der Campingplatzbesitzer vermittelt hatte. Das linke vordere Traggelenk hatte schon vor der Abfahrt in Deutschland Spiel und klapperte inzwischen bei der Fahrt fleißig hörbar mit. Das Ersatzteil hatten wir zwar dabei, aber keinen Abzieher, ein Spezialwerkzeug, um das alte Teil zu lösen. Einen Abzieher hatte der Mechaniker vor Ort dann zwar auch nicht, dafür aber einen großen Hammer. Fünf mal schlug er mit dem auf das alte Traggelenk, bis es sich löste. Seine Meinung: In Kroatien hätten drei Schläge ausgereicht, aber durch das Salz auf unseren Straßen wäre das ein „rusty German car.“ Den übrigen Teil der Reparatur konnte (und wollte) Eini dann selbst erledigen.

Fisch Kroatien Omis
Abendessen in Kroatien.

 

Grenzübertritt nach Bosnien-Herzegovina

Einen Tag nach unseren Pässen kamen Thomas und Maja in Omiš an. Nach einem gemeinsamen Tag mit leckerem Fisch zum Abendessen, machten wir uns schließlich über die Küstenstraße auf den Weg nach Dubrovnik. Dabei überquerten wir kurz die Grenze zu Bosnien-Herzegovina, um dann wieder die kroatische Grenze zu passieren. Eigentlich wollten wir in dieser Nacht endlich ein Wildcamping Stellplatz anfahren. In einem der Orte hinter Dubrovnik soll man auf dem Gelände eines verfallenen Hotelkomplexes übernachten können. Doch am Ziel haben ziemlich neu aussehende Schilder auf ein Verbot für Campingfahrzeuge hingewiesen. Uns war die ganze Situation nicht geheuer und wir haben abermals einen Campingplatz angesteuert.

Dubrovnik

Die Altstadt von Dubrovnic ist ein großes gut besuchtes Freilichtmuseum. Gefüllt mit Restaurants, Cafés und Souvenirläden erkennt man zwar noch, wie schön es hier ist, aber es wimmelt nur so von Touristen. Zum Glück kostet es noch keinen Eintritt, die Stadt zu betreten. Denn wer auf der Stadtmauer laufen möchte muss dafür umgerechnet 20 Euro pro Person hinlegen! Etwa einen Kilometer entfernt haben wir für 10 Kuna (1 Euro = 7 Kuna)  die Stunde einen Parkplatz gefunden. Wer nicht so weit laufen möchte zahlt 40 Kuna.

 

Dubrovnik war unsere letzte Station in Kroatien. In etwa einer halben Stunde gelangt man von dort an die Grenze zu Montenegro. Da es schon spät war, verschoben wir den Grenzübertritt auf den nächsten Tag und zu unserem Glück haben wir einen schönen einsamen Stellplatz direkt am Meer gefunden. Dort konnten wir endlich die erste Nacht frei stehen.

Kroatien Dubrovnik
Abendessen.

Outdoor-Tagebuch

5500 Höhenmeter und 170 Kilometer verteilt auf sieben Touren mit dem Mountainbike und zu Fuß – das ist unsere sportliche Bilanz für die ersten zwei Wochen in Slowenien und Kroatien. Natürlich haben wir uns nach der langen Auszeit sowohl auf dem Bike als auch beim Berge erklettern gleich mal übernommen. Aber anders können wir es meistens eh nicht. Nachdem wir die letzten zwölf Monate sportlich eher enthaltsam gelebt haben, ist der Nachholbedarf bei uns beiden sehr groß. Ein weiterer Grund dafür, dass wir Distanzmäßig auf dieser Reise noch nicht so richtig vorwärts gekommen sind. Auf einen langen sportlichen Tag folgt bei uns in der Regel ein Ruhetag, weil keiner von uns fahrfähig ist. Einen kleinen Einblick zu unseren Exzessen gibt es nach und nach im Outdoor–Tagebuch.

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