Mountainbiken in Kroatien

Wir hatten ein wenig über Mountainbiken in Kroatien recherchiert. Dabei waren wir immer wieder über die gleichen Beschreibungen gestolpert: sehr steile Küste und grobe Wanderwege, bei denen kein Flow aufkommt.

Besser geeignet zum Biken ist scheinbar der nördliche Teil Kroatiens und einige der Inseln. Das war bei uns leider zeit- und budgetmäßig keine Option. Trotzdem haben wir zweimal unser Glück versucht, während wir in Omiš auf Post aus Deutschland gewartet haben.

Tour 1:

Wanderweg von Pesici bis unterhalb der Festung „Fortica“ und zurück nach Omiš

Wir wollten von unserem Campingplatz aus noch eine kleine Feierabendrunde drehen und die Gegend erkunden. Ich wollte einen Weg von der Festung hinunter in die Stadt ausprobieren, von dem ich gelesen hatte. Da unser Campingplatz allerdings etwas außerhalb von Omiš lag, mussten wir erst sechs Kilometer auf der Küstenstraße fahren. Dort erwarteten uns knappe Überholmanöver und ein konsequentes Ignorieren des Tempolimits (erlaubt sind meistens 40 oder 60 km/h). Wir waren froh, als wir in Omiš auf die ruhige Asphaltstraße nach Borak hinauf abbogen. Hinter dem Ort sind wir in einer Rechtskurve nach links in den Höhenweg abgebogen. Die ersten Meter erwartete uns noch ein gut fahrbarer Singeltrail.

Omis, MTB, Mountainbiken, Kroatien
Hier ist der Trail noch flowig.

Da wir schon recht spät dran waren, wählten wir unterhalb der Festung den Weg hinunter nach Omiš. Hier war der Fahrspaß dann auch schon wieder zu Ende. Hauptsächlich verblockte Stellen, loses Geröll und ein steiler Weg lagen vor uns. Selbst gute Biker werden hier kaum Spaß haben, es sei den sie neigen zu Masochismus.

Nach circa 150 Höhenmetern sind wir auf der Bergstraße gelandet. Dort geht zwar der zweite Teil des Wanderweges weiter, der war aber auf Grund von Reparaturarbeiten gesperrt. Die Sonne war inzwischen untergegangen und wir waren sogar froh, den restlichen Weg auf Asphalt runter rollen zu können. Zum Glück haben wir noch für einen großen Teil der Rückfahrt eine Nebenstraße unterhalb der Küstenstraße entdeckt. Diese war aber glücklicherweise auch nicht mehr so stark befahren wie auf dem Hinweg.

Tourenbilanz: 23 Kilometer und 500 Höhenmeter. Technischer Anspruch: S4 (mit wenigen fahrbaren S3 Stellen)
Tourentag: 4. September 2017

 

Tour 2:

Zur Kapelle Sveti Vid von Ruskamen

Diese Tour hatten wir ursprünglich als kleine Wanderung gedacht. Allerdings waren wir mal wieder so spät dran, das wir beschlossen hatten den Asphaltteil mit den Rädern zu fahren und diese dann zurückzulassen, um zu Fuß zur Kapelle aufzusteigen. Direkt gegenüber dem Campingplatz führt eine Asphaltstraße nach Gorica. Die ersten Meter geht es einen steilen Stich hinauf, hat man den hinter sich, wird der Anstieg angenehmer. Ab Gorica windet sich ein schottriger Weg in Serpentinen hinauf zur Kapelle.

MTB Mountainbike Kroatien
Nach einer Schiebepassage können wir die letzten Meter bergauf wieder fahren.

Isi wollte sich doch nicht mehr mit einer Wanderung begnügen und fing an ihr Bike den Trail hochzuschieben. Der Trail sah auch für die Abfahrt vollständig fahrbar aus. Zu unserer Überraschung waren nach 200 Höhenmetern schieben sogar die letzten 150 Höhenmeter bergauf wieder fahrbar.

Ruskamen, Omis, Kroatien, MTB, Mountainbike
Kapelle Sveti Vid oberhalb von Ruskamen.

An der Kapelle genossen wir die Aussicht über das Meer und in die Berge im Hinterland. Bevor wir in die Abfahrt gestartet sind, haben wir die letzten Sonnenstrahlen für eine kleine Fotosession genutzt.

MTB Kroatien, Kapelle Sveti Vid
Einstieg in die Abfahrt.

Es hätte nicht später sein dürfen. Bei der Abfahrt konnten wir noch den wunderschönen Mondaufgang über den Bergen beobachten. Keines unserer Fotos kann diesen Moment jedoch so zeigen, wie wir ihn erlebt haben. Nach der Serpentinenabfahrt fanden wir noch ein kleines Stückchen fahrbaren Trail nach Lokva Rogoznica, bevor wir den Rest auf Asphalt wieder hinunterrollten.

Ruskamen, Kapelle Sveti Vid, MTB, Mountianbike, Kroatien, Omis
Abfahrt nach Ruskamen.

Pünktlich zur kompletten Dunkelheit waren wir dann zurück am Campingplatz. Es war eine überraschend schöne Tour. Mit mehr Zeit könnte man über den Höhenweg wahrscheinlich Richtung Omiš fahren, verzichtet dafür aber auf die Serpentienenabfahrt.

Tourenbilanz: 13 Kilometer und 700 Höhenmeter
Tourentag: 5. September 2017

3 Kommentare zu „Mountainbiken in Kroatien

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