Wandern in und um Stepanzminda

Nach einem Roadtrip entlang der Georgischen Militärstraße in Richtung Russland wollen wir uns die Füße vertreten. Spontan entscheiden wir uns dafür zwei kleinere Touren am selben Tag zu machen. Zuerst geht es zum Gveleti Wasserfall und anschließend zur Gergeti Dreifaltigkeitskirche.

Gveleti Wasserfall

Die erste Tour ergibt sich eher zufällig. Wir hatten unser Nachtlager im Gveleti Tal aufgeschlagen. Am Morgen entdecken wir auf einer der vielen Karten die wir bei dem Tourismusbüro in Tbilisi eingepackt haben, die Gveleti Wasserfälle. Laut Karte gibt es einen kleinen und einen großen Wasserfall.

Die Tour zum großen Wasserfall ist eher ein Spaziergang. Anfangs führt sich noch über einen Karrenweg und zieht sich bald als gemütlich zu laufender Pfad bis zum Wasserfall. Lauffaule können sich sogar die letzten Höhenmeter zum Plateau sparen, da man den Wasserfall vorher schon gut sieht.

Insgesamt eine kurzweilige Tour mit drei Kilometern und 200 Höhenmetern. Den kleinen Wasserfall schauen wir uns nicht mehr an. Wir wollen noch in Stepanzminda wandern.

Gergeti Dreifaltigkeitskirche

Schon vom Ort aus ist unser Ziel deutlich zu sehen. Die Dreifaltigkeitskirche (Gergeti-Trinity-Kloster) thront auf einer Anhöhe hoch über Stepanzminda und ist ein schöner Aussichtspunkt auf den Kasbek mit seinen 5033 Metern über dem Meer. Der Berg ist allerdings schon vom Tal aus nicht zu übersehen. Das erste Stück bis zum namensgebenden Dorf Gergeti verläuft noch gemütlich bergauf. Von dort laufen wir mehr oder weniger direkt den Hang hinauf und kreuzen dabei immer wieder den Karrenweg auf dem sich andere Touristen in Offroad-Taxis den Berg hinauf fahren lassen. Zuerst denken wir noch, dass wir es mit Mr. Turtle doch hier hinauf geschafft hätten. Dann sehen wir aber bald die ersten Kurven, die nicht mehr machbar gewesen wären. Nach einer Stunde haben wir das Kloster erreicht.

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Blick auf Stepanzminda.

Leider hat sich in der Zwischenzeit ein dichtes Wolkenkleid um den Kasbek gehüllt. Wir machen eine Pause und genießen die Aussicht aufs Tal und auf die Landschaft. Doch unsere kleine Bank steht direkt im Wind und uns wird nicht warm. Wir laufen noch schnell zum Kloster und machen uns dann an den Abstieg.

Hierfür wählen wir einen Weg hinter dem Kloster. Er ist etwas länger als der Aufstieg, aber verläuft auch etwas flacher. Als wir wieder unten sind blicken wir zurück und sehen, dass der Kasbek inzwischen wieder komplett wolkenfrei ist.

Tourenbilanz: Beide Touren zusammen: Neun Kilometer mit 700 Höhenmeter. Vom Kasbek fühlen wir uns etwas betrogen …

Tourentag: 17. November 2017

Ein Kommentar zu „Wandern in und um Stepanzminda

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