3 Mountainbike-Touren in und um Pokhara

Nach fast sieben Wochen packen wir in Nepal die Räder endlicher wieder aus der Kiste. Wir erkunden den Sarangkot, die World Peace Stupa und den Begnas-See und merken dabei, wie sich Mountainbiken hier von dem unterscheidet was wir so gewohnt sind.

Unsere Tourenvorschläge beziehen wir diesmal komplett aus einem Mtb-Tourenführer für Nepal. Diesen hat sich Isi noch vor der Abreise aus Deutschland besorgt. So mussten wir nicht viel planen, sondern können aus den verschiedenen Schwierigkeitsbewertungen und Streckenlängen die Touren aussuchen. Zum Wiedereinstieg wählen wir die überschaubare Runde zur World Peace Stupa in Pokhara.

Tour 1

Von der Lakeside zur World Peace Stupa

Nach einem gemütlichen Einrollen entlang des Seeufers und durch einen Vorort geht es gleich wieder richtig zur Sache. Es gilt eine steile Jeeppiste zu erklimmen. Umso verwunderter sind wir, das wir tatsächlich eine Familie auf Miet-MTB’s treffen, die den Berg allerdings mehr schiebend als fahrend hinauf kommen. Vorbei an einigen Restaurants stoßen wir auf die eigentliche Fahrstraße und weitere Touristen. Hier ist auch für die Familie Schluss und sie lassen die Räder stehen. Wir umrunden noch den Berg, um von der Rückseite bis zur Stupa zu fahren.

 

Wir machen in brütender Hitze eine Pause, lassen die Atmosphäre und die Aussicht auf uns wirken. Die wird allerdings von, wie ich vermute, einem indischen Tourist gestört, der in einer ziemlichen Lautstärke ein grausames Lied nach dem anderen auf seinem Handy anspielt. Hinter ihm hängt ein Schild, dass dazu aufruft an diesem Ort leise zu sein. Immerhin hört er darauf, als ich ihn darum bitte. Kurz darauf machen wir uns an die Abfahrt und nach den ersten steilen Metern bietet sich uns tatsächlich eine richtig flowige Abfahrt den Berg hinunter. Bis auf vier Wanderern kommen uns auch keine Touristen entgegen. Wir überholen noch mehrere einheimische Frauen, die komplette Baumstämme auf ihrem Rücken den Trail hinuntertragen. Es geht durch einen schattigen Wald und leider auch wieder ganz schnell hinunter zum See. Ein guter Wiedereinstieg zum Radeln.

Tourenbilanz: 24 Kilometer und 550 Höhenmeter.
Tourentag: 6. März 2018

 

Tour 2

Zur Aussichtsplattform auf den Sarangkot

Bei der vorherigen Tour konnten wir bereits über dem See den Gipfel des Sarangkots sehen. Bei gutem Wetter wird der Berg von Paraglidern förmlich überlaufen. Wir starten einen Zick-Zack-Kurs durch Seitenstraßen und Pfade durch die Stadt. So können wir die Hauptstraßen in der Stadt umfahren. Auf den Sarangkot selber führt eine gut ausgebaute Teerstraße. Allerdings wird diese auch von unzähligen Jeeps und Busen genutzt, um sowohl Paraglider als auch andere Touristen auf den Berg zu bringen. Von hier soll es eine gute Aussicht auf das Annapurna-Massiv geben. Kurz vor dem Gipfel wird man dann auch noch für die Besichtigung des Aussichtspunktes zur Kasse gebeten. 50 Nepalesische Rupien kostet uns die Weiterfahrt pro Person. Allerdings haben wir heute auch richtig Glück. An vielen Tagen ist um die Mittagszeit bereits alles wieder von dichten Wolken bedeckt. Doch heute ist es erstaunlich klar. Und so können wir die Aussicht auf Annapurna und den Hausberg Machhapuchhare genießen.

 

Die Abfahrt führt uns dann erst mitten durch einen Paraglider-Startplatz, wo wir noch eine Weile die Start-Manöver beobachten. Dann kommt die eigentliche Abfahrt, die dann schon eher typisch Nepalesisch ist. Wir haben die Wahl zwischen steilen Steinstufen die oft direkt den Berg hinunterführen oder Jeep-Wegen. Erstere machen wenig Spaß und so entscheiden wir uns immer wieder für die Umfahrung auf den Jeep-Wegen. Diese sind zwar breiter, vom technischen Anspruch aber immer noch sehr unterhaltsam. Wir finden, dass die Wege hier kaum für Mountainbikes geeignet sind. Die Nepalesen haben ihre Fußwege sehr direkt von einem Ort zum anderen gebaut, wobei Steilheit für sie keine Rolle zu spielen scheint. Die weitere Tour bringt uns ohne große Schlenker zu unserer Unterkunft zurück, wo wir es uns im Salatgarten gemütlich machen.

Tourenbilanz: 24 Kilometer und 900 Höhenmeter.
Tourentag: 7. März 2018

 

Tour 3

Tagestour zum Begnas-See

Unsere letzte Tour in Pokhara führt uns auf einer großen Runde zum Begnas-See. Wir starten früh und müssen erst einmal wieder quer durch die Stadt. Danach geht es über einen langgezogenen Bergrücken langsam in die Höhe. Von hier können wir viele Hänge mit Reisetrassen sehen. Es ist noch heißer als an den vorherigen Tagen und wir sind im Schneckentempo unterwegs. Wir nutzen immer wieder schattige Plätze, um eine kleine Pause zu machen. Bei einer dieser Gelegenheiten probiert sich eine Nepalesische Frau spontan und ungefragt an Isi Radl. Allerdings muss sie gleich feststellen, dass es für sie zu groß ist und sie gibt den Versuch es zu besteigen wieder auf. Irgendwann erreichen wir den höchsten Punkt der Tour mit Blick auf den Begnas-See. Die Aussicht ist nicht wie erhofft, denn der See ist von hier nur teilweise zu sehen.

 

Nach einem kurzen Stück bergab machen wir eine weitere Pause in einem kleinen Restaurant, wo wir etwas Kaltes trinken. Bei der folgenden Abfahrt gibt es auch nur wenige flowige Abschnitte, dafür wieder öfters die Wahl zwischen steilen Treppen oder Jeep-Straßen. Der Weg führt uns in ein Flußtal, das uns nach Pokhara zurückführt. Hier zieht sich die Strecke noch einmal in die Länge, denn wir müssen noch einige Kilometer machen und auch noch bergauf aus einer Schlucht herausfahren. Als wir das hinter uns haben, sind wir ziemlich müde.

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Seltener Verkehr.

Kurz vor dem Ziel müssen wir dann aber auch noch die Regenklamotten auspacken. Ein kleiner kräftiger Schauer kühlt die Luft etwas ab und setzt die Straße an der Lakeside unter Wasser. Während der Regen gerade richtig loslegt, retten wir uns in die Gebäude des Tourist Service Center und organisieren noch die Trekking Permits für die Annapurna-Umrundung. Erst als der Regen nachlässt, machen wir uns auf den Heimweg.

Tourenbilanz: 60 Kilometer und 1350 Höhenmeter
Tourentag: 9. März 2018

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