Mountainbiketour nach Bandipur

Von Dumre starten wir mit den Mountainbikes bei hohen Temperaturen in das gut versteckte Bandipur. Mitten auf dem Berg treffen wir hier auf eine tolle Altstadt. Und die Trails sind dann wieder ganz Nepali-Style – voller Überraschungen.

Diese Tour starten wir direkt von unserem Schlafplatz am Fluss. Die ersten Kilometer folgen wir der Hauptstraße in den Ort Dumre. Wir haben Glück, denn auf der tagsüber stark befahrenen Straße ist an diesem Morgen nicht viel Verkehr. In Dumre biegen wir auf eine Seitenstraße ab und schon geht es steil bergauf. Die Sonne brennt uns auf die Köpfe und Schatten ist erstmal nicht in Sicht. Als wir auf halbem Weg nach oben endlich einen großen Baum mit Sitzgelegenheit entdecken, machen wir sofort eine Pause. Nur mühsam können wir uns danach wieder dazu bewegen bei der Hitze weiterzufahren. Kurz vor Bandipur halten wir noch an einem Aussichtspunkt. Leider ist die Sicht auf das Tal ein wenig trüb. Dann bemerken wir, dass ein japanischer Tourist uns ungeniert als Fotomotiv nutzt. Erst nach unserer Bitte es sein zu lassen, hört er auf Bilder von uns zu schießen. Leider hat er uns auch nicht angeboten, die davor schon entstandenen zuzuschicken …

Bandipur

Wir fahren weiter und haben kurz darauf eine schöne Aussicht auf Bandipur. Dann poltern wir auch schon auf einer Treppe hinunter in das Ortszentrum. Dort landen wir direkt in der Fußgängerzone der schönen Altstadt. Hier gibt es noch viele traditionelle Gebäude der Newari-Architektur. Es gibt mehrere Tempel und eine alte Bibliothek. Wir setzen uns in ein kleines Café, bestellen etwas zum Essen und lassen die Atmosphäre auf uns wirken. Erst als der Himmel zuzieht, können wir uns wieder für den Aufbruch motivieren. Nass werden wollen wir nicht.

Noch etwa zwei Kilometer folgen wir einem Jeepweg am Hang entlang. Dann suchen wir den Traileinstieg. Der ursprüngliche Abzweig, wie er in unserem Tourenbuch noch beschrieben steht, existiert nicht mehr. Wie so oft in Nepal, wurde er scheinbar beim Bau der Jeepstraße weggebbaggert. Der neue Einstieg führt erst einmal steil bergauf, sodass wir die Bikes ein kleines Stück tragen müssen. Zum Glück können wir dann noch ein gutes Stück einen Uphill-Trail bis zu einem Bergsattel fahren. Dem höchsten Punkt der Tour.

Abfahrt

Nach einer kleinen Erholungspause ziehen wir Knieschoner an. Doch bevor es losgeht, müssen wir noch kurz warten, da ein paar Nepalesinnen – schwer beladen mit Holzscheiten – den Trail hinauf kommen. Anfangs ist der Weg sehr steil aber trotzdem gut fahrbar. Gerade fangen wir an uns über die tolle Abfahrt zu freuen, da ist sie auch schon vorbei. Nach etwa einem Drittel des Trails, ist von dem nicht mehr viel übrig. Diverse Pfade und Spuren führen einen offensichtlich vom Monsun abgespülten Bergrücken entlang. Fahrspaß Ende. Isi schiebt, beziehungsweise rutscht das meiste bergab und ich finde auch nur wenige Stellen, die noch fahrbar sind. Als wir uns endlich durch diesen Teil gequält haben, stehen wir plötzlich vor einem  Feld. Wir heben die Bikes über eine kleine Umzäunung, folgen einem Pfad durch das Feld und erreichen dahinter  ein Dorf. Von dort fahren wir einem Jeepweg zurück ins Tal. Dabei fängt es auch noch an zu regnen. Unten angekommen, müssen wir nur noch die Hauptstraße überqueren und schon sind wir zurück bei Mr. Turtle.

Reisetipp Bandipur:

Ist man als Reisender auf der Route Pokhara – Kathmandu unterwegs, sollte man auf jeden Fall in Dumre halten und von dort für einen Tag in das Bergstädtchen Bandipur fahren, das auf etwa 1000 Metern über dem Meer liegt. Wer kein Mountainbike hat, kann dafür ein Taxi nehmen. In Bandipur gibt es ausreichend Unterkünfte, denn die Menschen hier oben leben vom Tourismus! In der Gegend kann man den Thani Mai-Tempel, den Khagda Devi-Tempel und die Siddhu Gufa Cave besichtigen.

Tourenbilanz:
33 Kilometer und 1100 Höhenmeter.
Schöne Auffahrt nach Bandipur. Die Abfahrt war leider nur zu Beginn flowig, dann war es mangels fehlendem Weg eher schade um die verschwendeten Tiefenmeter. Da das  Tourenbuch (aus dem Jahr 2014) die Abfahrt schon damit beschreibt, dass man Linien suchen müsste, war der Hang wohl vor dem Erdbeben 2015 schon nicht gut zu befahren. Wir waren trotzdem enttäuscht davon, dass der Autor die Abfahrt als fahrbar bezeichnet und in das Buch aufgenommen hat. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir einen alternativen Weg ausprobiert.

Tourentag: 11. April 2018

2 Kommentare zu „Mountainbiketour nach Bandipur

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