Annapurna Circuit in 20 Tagen – Teil 2: Von Besisahar bis Manang


Der Annapurna Circuit in Nepal mal anders: Nach der ersten Woche Trekking, setzen wir ab Besisahar die Tour ohne Zelt fort. Doch auch mit weniger Gepäck verlangen die nächsten sechs Tage uns körperlich wieder einiges ab. Auf dem Weg nach Manang auf 3540 Meter über dem Meer genießen wir aber auch grandiose Ausblicke auf Annapurna II.

Hier geht es zu Teil 1 der Tour: Von Pokhara bis Besisahar

8. Tag: Von Besisahar (Chipleti) bis Ngadi

Von unserer Unterkunft in Chipleti Dalal starten wir nach unserem Pausentag auf dem Fußweg in Richtung unseres Tagesziels Ngadi. Nach der großen Schlepperei der ersten Woche haben wir kurzerhand beschlossen einen großen Rucksack in Pokhara zu lassen und dafür einen Tagesrucksack mitzunehmen und uns mit beiden abzuwechseln. Der Trail verläuft am Fluss und ist zumeist gut zu erkennen. Als wir den Fluss queren müssen finden wir zuerst keine geeignete Stelle, doch mithilfe einiger Steine meistern wir es schließlich. Dann fragen wir einen Kuhhirten, welchem der vielen Trampelwege wir folgen sollen. Er weist uns die Richtung, doch eine seiner Kühe hat es auf uns abgesehen und scheint uns nur widerwillig vorbeilassen zu wollen. Sie macht den Eindruck, als wolle sie uns attackieren. Bloß schnell weg. Nach etwa drei Kilometern passieren wir Besisahar, können aber auf unserer Flussseite bleiben und müssen nicht mehr zum Ort hinüberlaufen. Der Weg führt uns noch eine Anhöhe hinauf und durch Reisfelder hindurch, dann treffen wir auch schon auf den offiziell ausgeschilderten Annapurna Circuit.

Wir kommen durch die ersten Dörfer und merken schnell, dass es von nun an ganz anders zugehen wird, als in der letzten Woche. Die Menschen sind längst nicht mehr überrascht auf Touristen zu treffen und so gewöhnen wir es uns als Erstes wieder ab beim „Namaste“ Gruß jedes Mal die Hände zu falten. Denn das macht hier niemand mehr. In einem kleinen Dorf entdecken wir einen großen schattenspendenden Baum. Wir lassen die Rucksäcke fallen und filtern uns am Brunnen neues Trinkwasser. Schon kommt ein kleiner Junge und bettelt uns um Schokolade an. Ab Bhulbhule müssen wir die letzte halbe Stunde des Tages auf der Jeepstraße weiterlaufen. Und jetzt sehen wir auch zum ersten Mal andere Trekker.

In Ngadi nehmen wir eine der letzten Unterkünfte im Dorf. Die junge Gastgeberin ist ganz aus dem Häuschen. Sie spricht Englisch und erzählt uns gleich, dass die meisten Touristen nicht wissen, dass es hier hinten noch Unterkünfte gibt. Die Rivalität zwischen den einheimischen Gästehäusern scheint hoch. Sie ist ziemlich aufgeregt und erzählt weiter, dass ein Schild, das sie weiter vorne im Dorf aufgestellt hatte, von jemand anderem nachts abmontiert wurde. Und dort vorne würde man den Touristen erzählen, dass es keine anderen Unterkünfte im Dorf gibt. Seit die meisten Trekker den Annapurna Circuit nicht mehr von Besisahar oder Bhulbhule starten, sondern sich mit dem Jeep schon weit in die Berge fahren lassen, kämen hier ohnehin nicht mehr so viele vorbei wie früher.

Die erfrischende Dusche stellt sich als Eimerdusche heraus, aber immerhin bekommen wir heißes Wasser. Zum Abendessen bestellen wir Pasta, Kürbissuppe und Momos. Letztere stammen ursprünglich aus China und lassen sich mit schwäbischen Maultaschen vergleichen. Doch die Portionen sind alle sehr klein. Während wir auf das Essen warten, bombardiert uns der neunjährige Neffe, der ebenfalls Englisch spricht, mit vielen Fragen. Wir unterhalten uns noch kurz mit einem Pärchen aus Spanien, das nach uns eingetroffen ist, bevor wir in die viel zu harten Betten fallen.

Tagesbilanz: 20 Kilometer, 750 Höhenmeter, Zeit mit Pausen: 7 Stunden
Übernachtungshöhe: Chipleti Dalal: 680 und Ngadi: 880 Meter über dem Meer

9. Tag: Von Ngadi bis Jagat

Nach der Erfahrung vom Vorabend haben wir uns zum Frühstück viel Essen bestellt. Überraschenderweise sind die Frühstücksportionen aber um einiges größer als die vom Abendessen. Es gibt Tibetisches Brot mit Marmelade und Käse, Omelett und Apfel-Porridge. Letzteres ist leider tatsächlich nur mit Wasser angerührter Haferschleim und schmeckt nicht. Aufgegessen wird trotzdem, wir brauchen die Energie. Den Rest vom Brot packen wir ein und starten in die zweite Etappe. Die Spanier sind früh aufgestanden und schon vor uns losgelaufen. Wir holen sie erst einige Tage später wieder ein.

Zunächst folgen wir der Jeepstraße in Richtung Bahundanda. Sie verläuft erst flach und dann steil hinauf auf 1310 Höhenmetern über dem Meer. Oben angekommen machen wir an einem Tempel mit Blick auf das Flusstal eine Pause. Ab Bahundanda führt ein Trail bis nach Syange hinunter. Auf dem Weg kommt uns eine Maultier-Kolonne entgegen. In Syange überqueren wir den Fluss auf einer Hängebrücke. Kurz hinter dem Ort zweigt der Trail links von der Straße ab und zwingt uns einen sehr steilen Anstieg hinauf. Leider führt der Weg hier nur kurz am Hang entlang, bevor es wieder auf die Straße geht. Das Stück hätten wir uns gerne erspart … Wir folgen der Straße nach Jagat, wo wir Mittagspause machen wollen, bevor wir in das Dorf Tal weiterlaufen. Im ersten Gästehaus im Ort bestellen wir uns frischen Apfel Pie. Als wir uns hinsetzen merken wir erst, wie erschöpft wir schon sind. Wir unterhalten uns mit anderen Trekkern aus der Schweiz und Deutschland, die heute nicht mehr weiterlaufen. Und weil es bis Tal noch ziemlich weit ist, beschließen wir auch zu bleiben.

Die anderen Trekker erzählen uns, dass man auf dem Annapurna Circuit in den meisten Gästehäusern nach einem kostenfreien Zimmer fragen kann, wenn man dort zu Abend isst und auch frühstückt, da damit das eigentliche Geld verdient wird. Nachdem wir am Vortag noch 200 Rupien für das Zimmer bezahlt haben und das Essen dort auch eher teuer war, versuchen wir es hier also auf diese Weise und fragen auch nach einer heißen Dusche. Die Hausherrin ist einverstanden. Als wir jedoch später duschen wollen, fordert sie plötzlich 100 Rupien pro Dusche. Unter der Androhung, dass wir uns ein anderes Gästehaus suchen, wenn sie die Abmachung von vorhin schon wieder vergessen hat, lacht sie nervös und nun funktioniert es ganz schnell mit der heißen Dusche. Wir haben großen Hunger und bestellen zum Abendessen das nepalesische Nationalgericht Dal Bhat. Denn hier gibt es immer einen kostenlosen Nachschlag. Doch den müssen wir uns dieses Mal fast erkämpfen. Mt Reis und Linsensuppe ist die Gastgeberin noch großzügig, doch wir bekommen nicht mehr so viel Gemüse wie wir gerne gehabt hätten. Immerhin das Bett ist sehr bequem.

Tagesbilanz: 19 Kilometer, 1000 Höhenmeter, Zeit mit Pausen: 7 h 30 min
Übernachtungshöhe: 1300 Meter über dem Meer

10. Tag: Von Jagat bis Bagachhap

Während wir frühstücken zieht ein kräftiger Regenschauer über uns hinweg. Als wir loswollen ist es aber schon wieder trocken und sogar leicht kühl. Wir freuen uns darüber, denn nach Tal geht es nun 400 Höhenmeter bergauf. Der Weg verläuft fast ausschließlich auf Trails und wir kommen auch an einem Wasserfall vorbei. Tal liegt in einer wunderschönen kleinen Hochebene. Der Ort wirkt, wie alle anderen durch die wir bisher auf der offiziellen Runde durchgekommen sind: wie ein buntes Holiday Village. Jedes Haus ist auch Gästehaus. Überall sollen bunte Schilder mit Beschreibungen des Angebots die Touristen anlocken. Wir setzen uns auf eine Terrasse und bestellen Mittagessen. Während wir uns die Nudeln schmecken lassen, gesellt sich noch ein kanadisches Pärchen dazu, das wir zuvor auf dem Trail getroffen hatten.

Hinter dem Ort folgen wir auf der rechten Talseite einem traumhaften Trail mehrere Kilometer lang. Von hier aus sehen wir auch, dass einige Trekker auf der anderen Flussseite auf der Jeepstraße laufen. Wir wundern und fragen uns, ob das dann diejenigen sind, die in den Internetforen verbreiten, das ein Großteil des Annapurna-Treks auf ebendieser Straße verläuft. Auch als sich an einer Brücke eine Möglichkeit bietet, die Seite zu wechseln, bleiben die Trekker wo sie sind. Wir laufen bis Dharapani und wechseln erst dort die Talseite. Der Ort sieht nicht sehr einladend aus und obwohl wir auf dem GPS-Gerät sehen, dass wir schon fünf Stunden in Bewegung sind, wollen wir noch bis Bagachhap weiter. Am Ortsende müssen wir uns allerdings erst noch am Checkpoint mit unseren Permits registrieren. Da wir Beisahar umlaufen haben, ist das jetzt das erste Mal für uns. Laut Wanderkarte sollten wir hier auf einen weiteren Trail stoßen. Tatsächlich müssen wir aber auf der Straße laufen. Die ist ganz offensichtlich neu in den Berghang hineingegraben worden. Ganz plötzlich ist sie dann zu Ende und wir stehen vor einer Sackgasse.

Einige Nepalesen klettern gerade über den Hang zu der Stelle an der wir stehen. Und so setzen wir auch unseren Weg in genau diesem Hang fort, was mit den Rucksäcken eher schwierig ist. Nach der kurzen Klettereinlage stehen wir zwischen einigen Feldern. Die Brücke, die auf unserer Karte wieder auf die andere Talseite führen soll, ist nirgendwo zu sehen. Doch glücklicherweise kommen wir nach hundert Metern an einem Gästehaus vorbei. Dort nehmen wir uns kurzerhand ein Zimmer. Von innen sieht das aus europäischer Sichtweise zwar eher aus wie ein Rohbau, aber wir bekommen alles, was wir brauchen: Eine bequeme Matratze, eine heiße Eimerdusche und ein gutes Abendessen. Wir sind die einzigen Gäste. Nach dem Essen verkriechen wir uns auch gleich in den Schlafsäcken, denn auf 2200 Metern über dem Meer sind die Temperaturen abends nun schon eher frisch.

Tagesbilanz: 23 Kilometer, 1500 Höhenmeter, Zeit mit Pausen: 9 h 30 min
Übernachtungshöhe: 2180 Meter über dem Meer

11. Tag: Von Bagachhap bis Chame

Zum Frühstück gibt es mal wieder Porridge mit Äpfeln, inzwischen aber überall mit Milch, und Tibetisches Brot mit Marmelade und Honig. Die nepalesische Marmelade, von der es in allen Gästehäusern ein Glas gibt schmeckt leider sehr künstlich. Wir packen noch zwei hartgekochte Eier ein und ziehen weiter. In Danakyu können wir dann auch endlich die Flussseite wechseln, was uns am Vortag nicht mehr geglückt ist. Wir laufen ein kurzes Stück auf der Straße, an deren Seite ein Wasserfall spektakulär in die Tiefe stürzt. Wenige Meter dahinter biegt ein Trail in den Wald ein. Er ist zwar nicht in unserer GPS-Karte eingezeichnet, dafür jedoch auf der nepalesischen Papierkarte eingetragen. Wir haben keine Lust dem langen Weg auf der Straße nach Timang zu folgen und biegen ab.

Der Weg schlängelt sich durch den Wald und folgt immer dem Flusstal. Nach etwa einer Stunde sehen wir, dass der Hang an einer Stelle abgerutscht ist und unser Weg dort nicht mehr weiter führt. Vermutlich die Folge eines Erdbebens. Wir suchen eine Weile, bis wir einen kleinen Pfad finden, der bergauf und über den abgerutschten Hang führt. Wir machen eine Pause und sehen zwei Nepalesen, die hinter uns auf dem Trail anhalten. Doch als wir unseren Weg fortsetzen haben wir sie aus den Augen verloren. Dann stoßen wir auf einen weiteren Erdrutsch. Es ist anstrengend den Hang nach einer begangenen Alternative abzusuchen und wir sind inzwischen beide müde. Da erklingt plötzlich ein fröhliches Pfeifen. Ein Nepalese überholt uns und wir folgen ihm in ein verlassenes Dorf mit einigen Häuserruinen. Offensichtlich weitere Folgen des Erdbebens. Auf einer Wiese am Fluss erwartet uns ein idyllisches Bild. Hier grasen eine Herde Pferde und einige Kühe. Nachdem wir eine Uferböschung hinaufgeklettert sind, ist von dem Nepalesen jedoch nichts mehr zu sehen.

Im Wald verlieren wir den Weg erneut und stehen kurz darauf am nächsten abgerutschten Hang. Langsam reicht es uns, wir wollen nur noch zurück auf den Hauptweg. Es gelingt uns den Erdrutsch im unteren Teil zu queren und direkt dahinter führt der Wanderweg durch den Wald, als hätte er nie etwas anderes getan. Wir folgen dem Weg und steigen steil aus dem Tal hinauf. Unerwartet plötzlich erreichen wir einen Feldrand. Wir laufen einmal um das Feld herum und stehen nun etwa 3 Meter über der Dorfstraße. Doch keine Treppe und kein Weg führt hinunter. Wir queren auf das Nachbarfeld und entdecken dort nach einigem Suchen eine Leiter, die uns auf die Dorfstraße führt. Kaum sind wir auf dieser ein paar Meter gegangen, entdecken wir schon das erste Gästehaus. Auf der Terrasse sitzt die Gruppe Trekker die wir zwei Tage zuvor kennengelernt hatten. Erschöpft lassen wir uns in zwei Stühle plumpsen, bestellen Nudeln und erzählen von unserem Abenteuer. Und das wir nicht gedacht hätten, hier heute Mittag noch auf andere Leute zu stoßen. Anscheinend hat unser Ausflug uns nicht zu weit im Tagesplan nach hinten geworfen. Von den anderen erfahren wir, dass sie die Information bekommen hatten, dass unser Weg aufgrund des Erdbebens nicht mehr begehbar ist …

Mit Pasta im Bauch folgen wir nach der Pause einem wunderschönen Trail der parallel zur Straße verläuft, aber komischerweise keine Wegmarkierung hat. Die anderthalb Stunden von Koto bis Charme verläuft der Weg wieder auf der Straße. Wir wählen eine der letzten Unterkünfte im Ort und Eini holt uns noch gekochte Eier, Schokoriegel und Milchbrötchen für die nächsten Etappen. Wir haben riesigen Hunger und bestellen Kartoffel Curry, Momos und Apfel Pie. Wir sind in einem großzügigen Gästehaus gelandet. Die Portionen sind so groß, dass wir uns die Momos für den nächsten Tag einpacken.

Tagesbilanz: 18 Kilometer, 1100 Höhenmeter, Zeit mit Pausen: 8 h
Übernachtungshöhe: 2700 Meter über dem Meer

12. Tag: Von Chame bis Ghyaru

Nach dem obligatorischen Apfel-Porridge Frühstück, sehen wir auf der Karte, dass der erste Teil des Tages kein Vergnügen wird. Große Teile des Weges verlaufen auf der Straße. Doch nach zweieinhalb Stunden biegen wir von der Straße zu einer Hängebrücke ab, die uns auf einen Trail führt. Hier finden wir einen schönen Spot für ein zweites Frühstück. Für unsere Brötchen haben wir nun auch noch Erdnussbutter gekauft. Anschließend geht es auch schon 200 Höhenmeter durch den Wald. Wir kreuzen dabei die Straße und folgen dem Weg weiter bis nach Dhikur Pokhari. Dort teilt sich der Weg und man läuft entweder nach Lower oder Upper Pisang auf 3300 Meer über dem Meer. Wir steigen hoch und haben von hier eine tolle Aussicht auf Annapurna II. Von nun an sind wir auch bis kurz vor Manang nur noch auf Trails unterwegs. Unser Mittagessen in Upper Pisang besteht aus den Momos und weiteren Brötchen.

Da es erst halb zwei ist, beschließen wir noch bis Ghyaru auf 3700 Meter über dem Meer aufzusteigen. Die erste Stunde führt uns gemütlich den Hang entlang. Doch dann geht es 400 Meter steil hinauf. Es ist heiß und wir kämpfen uns im Schneckentempo zu einem bayerischen Eberhofer-Hörbuch-Krimi den Berg hinauf. Immer wieder unterbrechen wir den Anstieg für kleine Pausen und genießen die Aussicht auf das Annapurna-Massiv. Eini merkt die Höhe und bekommt leichte Kopfschmerzen. Als wir im Dorf ankommen, haben wir keine Kraft mehr uns mehrere Unterkünfte anzusehen, Wir nehmen direkt die erste am Dorfeingang auf der wir ein Pärchen auf der Terrasse entdecken. Wir freuen uns auf Gesellschaft und setzen uns mit Minztee zu den beiden und genießen die letzten warmen Sonnenstrahlen des Tages. Dabei stellt sich heraus, dass Ewa und Phillip aus Hannover kommen. Die beiden empfehlen uns Knoblauchsuppe gegen die Symptome der Höhenkrankheit und wir probieren es aus. So ganz überzeugt sind wir von dem vielen Knoblauch dann aber nicht. Nach Sonnenuntergang wird es schnell kalt. Wir verzichten darauf uns zu Waschen. Zum Abendessen gibt es mal wieder Dhal Bat und Eini geht mit einer Kopfschmerztablette schlafen.

Tagesbilanz: 23 Kilometer, 1350 Höhenmeter, Zeit mit Pausen: 8 h 45 min 
Übernachtungshöhe: 3700 Meter über dem Meer

13. Tag: Von Ghyaru bis Manang

Der Tag beginnt mit tollen Aussichten auf Annapurna II und IV aus unserem Zimmerfenster. Eini geht es glücklicherweise wieder gut und wir laufen von unserem Gästehaus noch vor dem Frühstück zum Aussichtspunkt im Ort. In einem kleinen Dorfladen können wir uns noch etwas Yak-Käse und süße kleine Äpfel kaufen. Dann geht es weiter. Der Weg nach Ngwal führt den Hang entlang und wir haben noch eine ganze Weile eine tolle Sicht auf die Berge. In Ngwal sind wir unsicher, welchen Weg wir einschlagen sollen. Trotz Wind entscheiden wir uns oben auf dem Trail zu bleiben, statt auf einer Straße in das Tal abzusteigen.

Es folgt ein steiler Abstieg nach Chulu, wo wir uns wieder orientieren müssen. Doch es sind noch einige andere Trekker vor uns und so entdecken wir den steilen Aufstieg auf der anderen Talseite schnell. Als wir es dort hinauf geschafft haben, laufen wir für viele Kilometer auf einer Hochebene. An dessen Ende steigen wir wieder in das Haupttal nach Braga ab. Von dort ist es nur noch ein kurzer Spaziergang nach Manang. Doch es fängt an zu schneien. Im Schneegestöber fragen wir uns bei mehreren Unterkünften durch, bis wir uns schließlich entscheiden. Das Bett ist bequem, das Essen gut, nur die heiße Dusche funktioniert nicht so zuverlässig wie gehofft.

Tagesbilanz: 17 Kilometer, 650 Höhenmeter, Zeit mit Pausen: 6 h 45 min 
Übernachtungshöhe: 3540 Meter über dem Meer

Gesamtstrecke Besisahar bis Manang: 6300 Höhenmeter und 120 Kilometer
Tourendatum: 20. bis 25. März 2018

3 Kommentare zu „Annapurna Circuit in 20 Tagen – Teil 2: Von Besisahar bis Manang


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