Annapurna Circuit in 20 Tagen: 10 Insidertipps und die persönliche 8wheels Packliste

Während des Annapurna-Treks erleichtern eine Vielzahl an Gästehäusern und kleinen Shops nicht nur die Rucksäcke, sondern auch den Geldbeutel. Mit unseren Tipps unterstützt ihr die Einheimischen immer noch ausreichend, erspart euch aber überflüssige Ausgaben. Daneben geben wir auch wichtige organisatorische Tipps. Als Extra erhaltet ihr einen Einblick in unsere persönliche Packliste.

10 Tipps für den Annapurna Circuit

  1. Es lohnt sich in jedem Dorf auch mal ein paar Unterkünfte zu vergleichen, bevor man einzieht. Wir haben immer auf drei Dinge geachtet: Macht die Matratze einen bequemen Eindruck? Kann man heiß duschen? Auch mit Eimer ist eine heiße Dusche eine heiße Dusche und manchmal sogar besser, wenn aus dem Duschkopf nur ein Rinnsal kommen würde. Wie sind Angebote und Preise auf der Speisekarte?
  2. Bei der Ankunft fragen, ob man das Zimmer und vielleicht auch die heiße Dusche im Preis inklusive bekommt, wenn man im Gästehaus zu Abend isst und frühstückt. Auf der Annapruna-Runde funktioniert das meistens, zumindest im März, in der Everest-Region hingegen nicht.
  3. Bei großem Hunger das Nationalgericht Dal Bhat – Reis mit Linsensuppe und Gemüse (meist Mangold und Kartoffeln, selten noch mit einem Klecks scharfer Soße) – bestellen. Ein Nachschlag ist immer im Preis inbegriffen.
  4. Sich schon einmal an den Gedanken gewöhnen, wenig Gemüse und Obst zu essen, dafür umso mehr Kohlenhydrate in Form von Nudeln, Reis und Porridge. Man findet in den Dörfern immer wieder Shops oder Gästehäuser die Yak-Käse verkaufen. Je nach Alter gibt es dort jungen milden und würzigeren reifen Käse.
  5. Schokoriegel, Nüsse und Klopapier (!) sollte man ausreichend dabei haben, die Preise in den Dörfern für diese „Luxusgüter“ sind immens hoch. Mit der Abgeschiedenheit lassen sich jedoch nicht überall die Preise rechtfertigen, denn nach Manang kommt man inzwischen mit dem Jeep. Die Gästehäuser am Tilicho See und vor dem Pass müssen aber natürlich weiterhin zu Fuß beliefert werden, was die höchsten Preise der Tour rechtfertigt. In Chame kann man notfalls noch etwas aufstocken, hier fanden wir die Preise noch okay.
  6. Wasser: Auf jeden Fall einen Filter mitnehmen. Das vermeidet nicht nur Plastikmüll, sondern spart auch viel Geld. Denn auch die Preise für Trinkwasser sind auf dem Annapurna Circuit ein großer Budgetfresser. Wir hatten außerdem  Trinkpulver dabei, um auch mal etwas mit Geschmack trinken zu können.
  7. Sehr viele Teebeutel mitnehmen! Obwohl der Annapurna Circuit als „Teehaus-Trek“ bekannt ist, finden wir die hohen Preise dafür nicht gerechtfertigt. Heißes Wasser kann man immer kaufen, das kostet zwar oft auch soviel, dass man erstmal schlucken muss, ist aber bei weitem günstiger als Tee zu kaufen. Wir hatten auf dem Annapurna Circuit zu wenig Beutel dabei und haben uns für den späteren Trek im Everest-Gebiet mit einer angemessen großen Menge ausgestattet und so viel Geld gespart.
  8. Sehr wichtig: Unbedingt ausreichend Bargeld dabei haben! Auf dem kompletten Annapurna Circuit gibt es nur wenige Orte mit einem Geldautomaten und wie wir in Jomson feststellen mussten, funktionieren sie nicht, wenn es darauf ankommt! Wir mussten die Tour deswegen vorzeitig beenden! Pro Tag haben wir für uns beide zusammen übrigens circa 30 Euro ausgegeben.
  9. Ein GPS-Gerät ist nicht unbedingt nötig, wir haben es jedoch im ersten Teil der Tour gebraucht und es genutzt, um die ganze Tour aufzuzeichnen. Da die Papierkarte, die wir in Pokhara in einem der zahlreichen Shops gekauft haben, zudem nicht auf dem neusten Stand ist, hatten wir so noch Zugriff auf weiteres Kartenmaterial des Gebiets. Das ist sehr praktisch, da man so immer mal wieder Alternativen zu der Jeep-Straße findet.
  10. Sich vor dem Trek unbedingt mit den Ursachen/ der Vorbeugung, den Symptomen und dem Umgang mit der Höhenkrankheit auseinandersetzen. Und unbedingt Puffer- und Akklimatisierungstag(e) einplanen! Wir haben uns mit dem Aufstieg zum Tilicho See akklimatisiert. Doch wir haben die Höhe auch insgesamt gut vertragen. Viele Trekker bleiben zwei Nächte in Manang und machen von dort Tagestrips, um sich zu Akklimatisieren. Zeitdruck hingegen kann die komplette Tour gefährden!

Die wichtigsten Dinge für den Annapurna Circuit von der 8wheels Packliste:

Hier findest du die wichtigsten Dinge unserer persönlichen Packliste. Wir setzen voraus, dass ihr eure Wanderkleidung und Schuhe am Körper tragt und erwähnen nicht, wie viele Unterhosen wir eingepackt haben, sondern geben nur Anregungen, was in den Rucksack gehört. Wir hatten bei dieser Tour keine Trekkingstöcke und haben sie, abgesehen von den ersten sechs Tagen, nur beim Abstieg vom Thorong La vermisst.

  1. Geld, circa 15 Euro pro Person pro Tag einplanen
  2. Permit und TIMS-Dokument, die zuvor in Pokhara oder Kathmandu organisiert werden müssen. Man kann sie auch noch in Besisahar kaufen, dort wird es dann jedoch teurer.
  3. Schlafsack, Komfortbereich minus zwei Grad Celsius (im März)
  4. Wasserfilter
  5. Trinkflasche
  6. Teebeutel und Thermoskanne
  7. Stirnlampe
  8. Kamera
  9. GPS-Gerät mit Tourenkarte
  10. Papierkarte der Region
  11. Ladegeräte
  12. Powerbank (oder Alternative)
  13. Regensachen, eignen sich auch als Windschutz
  14. Hüttenkleidung
  15. Daunenjacke
  16. Warme Kleidung inklusive Mütze und Handschuhe
  17. Handtuch und Flip Flops zum Duschen
  18. Hygieneartikel
  19. Ausreichend Snacks (Nüsse, Riegel)
  20. Klopapierrollen
  21. Sonnencreme und Sonnenbrille. Wir haben eine Trekkerin in Pokhara wiedergetroffen, die von der Passüberquerung schneeblind geworden ist, da sie keine Sonnenbrille getragen hat!
  22. Reiseapotheke

Hier geht es zu Teil 1 von 5 unserer Annapurna-Umrundung im März 2018.

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