Wanderführer Koh Phangan – Die 4 besten Touren auf der Insel im Golf von Thailand

Um auch während des Urlaubs auf der Insel Koh Phangan fit zu bleiben, haben wir vier Wanderungen unternommen. Hier eine kurze Übersicht der Touren und Informationen darüber, was man beim Wandern auf Koh Phangan beachten sollte.

Allgemeines zu Wandern auf Koh Phangan:

Die Insel ist fast vollständig von Dschungel bedeckt. Dadurch ergeben sich einige interessante Wandertouren sowohl an den Küsten als auch im Landesinneren, zum Beispiel auf den Khao Ra, den höchsten Berg der Insel. Bei dem feucht-tropischen Klima gerät man schnell ins Schwitzen und ausreichend Wasser mitzuführen ist Pflicht. Da wir unser GPS-Gerät bei Mr. Turtle zurückgelassen haben, haben wir uns hauptsächlich mit dem Smartphone und der App Maps.me orientiert. Alle Wege, die wir begangen haben sind auch dort auf den Karten hinterlegt. Ausnahme ist die große Runde am Dom Stla-Aussichtspunkt, dort gibt es aber einen Wegweiser vor Ort.

Eine klassische Küstenwanderung, die immer wieder Ausblicke bietet haben wir vergebens gesucht. Es gibt zwar bei jeder Tour Aussichtspunkte, doch das sind wegen des überall sehr dichten Dschungels nur wenige und diese bieten selten ein großes Panorama. Festes Schuhwerk sollte man auch überall tragen. Die erste Wanderung haben wir noch mit Flipflops angetreten, die dann unterwegs auch prompt kaputtgegangen sind. Da man sich im Dschungel befindet, sollte man auch die vielen Moskitos nicht unterschätzen. Die stürzen sich besonders gerne bei kurzen Pausen auf den schwitzenden Körper und insbesondere Isi hat darunter ziemlich gelitten. Für die Wanderungen zum Bottle Beach und zum Haad Yuan kann man für den Rückweg auch ein Wasser-Taxi nehmen. Wir haben gehört, dass das eher teurer ist, doch da wir immer auch zurückgelaufen sind, kennen wir die aktuellen Preise nicht.

Eine Übersicht der vier besten Wanderungen auf Koh Phangan

Tour 1:
Phaeng Noi Wasserfall und Dom Stla (Dome Sila) Aussichtspunkt

4 Kilometer und 250 Höhenmeter

Das Parken eines Rollers direkt vor dem Eingang kostet 20 Bath. Wir haben einfach fünfzig Meter vorher geparkt. Es gibt einen Shop und einige Informationstafeln. Dort steht, dass der Weg nur bis vier Uhr nachmittags begangen werden darf. Wir waren um kurz vor vier Uhr da und niemand hat sich an uns gestört.

Die Runde besteht eigentlich aus zwei kleinen Runden die eine Acht formen. Der Phaeng Noi Wasserfall – und auch die anderen Wasserfälle im Park – sind im Juli kaum bis nicht vorhanden. Nach dem Regenmonat November sollte es hier anders aussehen. So laufen wir direkt weiter zum Dom Stla Aussichtspunkt. Von dort hat man eine schöne Aussicht auf den Westzipfel auf dem Thong Sala liegt.

Unser persönliches Highlight war allerdings der zweite Teil der Runde entlang des Baches. Hier kommt richtige Dschungel-Atmosphäre auf. Man hört auch viele Grillen.

Fazit:
Die Tour ist auch für nicht ganz so fitte Leute machbar, da man selbst entscheiden kann, wie viel man laufen möchte. Der steile Weg zum Aussichtspunkt lohnt sich und wenn man fit genug ist sollte man sich die Runde durch den Dschungel nicht entgehen lassen. Insgesamt ist es eine schöne und kurzweilige Wanderung.

Tour 2:
Bottle Beach (Haad Khuad)

6 Kilometer und 500 Höhenmeter

Von der Westküste aus kann man auf zwei Wegen zum Bottle Beach wandern. Beide starten kurz nach Haad Khom am Ende der Asphaltstraße. Hier kann man auch den Roller stehen lassen. Während der eine Weg dann nach wenigen Metern rechts abzweigt und über den Berg führt, verläuft der zweite Weg in einem ständigen Auf und Ab im Dschungel nahe der Küste. Wir entscheiden uns auf dem Hinweg für den Pfad entlang der Küste. Trotz zahlreicher Markierungen in Form von leeren Plastikflaschen sind wir ein paar Mal orientierungslos. Öfters kreuzen sich mehrere Pfade.

Der Weg selber ist recht anspruchsvoll. Wir müssen über viele Wurzeln steigen, es geht ständig auf und ab und zum Teil ist der Weg auch schon zugewuchert. Das wir mit Flip Flops unterwegs sind, macht es nicht einfacher. Als Isi einmal stolpert, reißt ein Riemen am Flip Flop und wir müssen ihn notdürftig mit einer Wurzel flicken. Es dauert fast zwei Stunden bis wir am Strand ankommen. Dort genießen wir einen schönen Nachmittag mit Schnorcheln, Volleyball spielen und chillen. Für das leibliche Wohl gehen wir in eine der Strandbars. Auf dem Rückweg probieren wir den direkten Weg über den Berg. Dieser geht zwar 250 Höhenmeter hinauf, ist aber insgesamt in einem besseren Zustand. Als wir auf der anderen Seite absteigen erhaschen wir einen kurzen Blick auf den Sonnenuntergang. Insgesamt brauchen wir für den Rückweg aber kaum mehr als eine Stunde.

Fazit:
Schöne Aussichten sind selten und den Bottle Beach sieht man erst, wenn man wirklich da ist. Für eine bessere Aussicht kann man anscheinend auch noch auf der anderen Seite des Strandes bergauf steigen. Wir haben das vorher nicht gewusst und daher auch nicht gemacht.

Tour 3:
Khao Ra

6 Kilometer und 600 Höhenmeter

Khao Ra ist mit 635 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung auf Koh Phangan. Gestartet wird an der gleichnamigen Khao Ra Terrace. Dort wird auch ein Eintritt für die Erhaltung der Wege kassiert. Bei uns war niemand da und so sind wir ohne zu bezahlen los. Auch hier führen zwei Wege auf den Berg. Kurz nachdem man eine Schleuse überquert hat, trennt sich der Weg. Der Hauptweg zweigt nach ca. 20 bis 30 Metern nach links ab, das dazugehörige Schild ist etwas verwittert. Wir entscheiden uns für den alternativen Aufstieg. Dieser geht direkt nach der Schleuse rechts ab. Der Weg ist insgesamt etwas verwildert, aber wir fanden ihn sehr interessant und abwechslungsreich. Wenn man allerdings im Dschungel nicht ständig in Spinnennetze laufen möchte und Probleme mit der Orientierung hat, sollte man lieber den gepflegteren Weg bergauf und bergab nehmen.

Mit wenigen Zwischenanstiegen geht es ziemlich direkt hinauf auf die Spitze, die wir nach circa zwei Stunden erreichen. Die Aussicht selber ist nicht so toll wie wir erhofft haben. Anstatt einer 360 Grad Rundumsicht gibt es zwei separate Aussichtspunkte, von denen man aus dem Dschungel hinausschauen kann. Dabei sieht man lediglich die Nordost- und die Nordwest-Spitze der Insel. Wir verweilen etwas und treten dann auf dem offiziell ausgeschilderten Aufstieg den Abstieg an. Dieser Weg ist gut gekennzeichnet. Beim Aufstieg und auf dem Gipfel waren wir allein. Nun kommen uns einige Wanderer entgegen. Wir machen noch einmal eine kurze Pause an einem Aussichtspunkt mit Schaukel bevor wir auch das letzte Stück zurück zum Roller laufen.

Fazit: Am Khao Ra läuft man durch dichten Dschungel. Beide Wege führen zumeist steil bergauf. Eine gute Fitness ist Voraussetzung. Außerdem sollte man viel Wasser und etwas zum Essen dabei haben.

Tour 4: Haad Yuan

6 Kilometer und 550 Höhenmeter

Unsere letzte Wanderung führt uns im Osten der Insel von Haad Rin aus zum Haad Yuan. Wir parken den Roller vor dem 7/11 und müssen uns die ersten Meter nach dem Weg durchfragen. Sobald man die Häuser hinter sich gelassen hat, ist der Weg gut mit orangenen Punkten gekennzeichnet. Im Anfangsteil befindet sich ein Felsen, der ein guter Aussichtspunkt mit Blick über Haad Rin ist. Ein Stück weiter sehen wir auch eine Gruppe Affen in den Bäumen.

Danach wird der Weg erst einmal steil und wir müssen teilweise klettern. Dann erreichen wir eine ziemlich zugewucherte Wiese und queren den Bach über eine Brücke. Ab jetzt geht es durch den Dschungel relativ gemächlich bergauf. Nach circa einer Stunde erreichen wir eine Gabelung. Von dort sind es nur ein paar Meter zu einem Aussichtspunkt von dem man einen guten Ausblick auf den Haad Yuan hat. Wir nutzen die Gelegenheit für eine ausgedehnte Pause. Danach geht es relativ steil hinab zum Strand. Als es wieder flacher wird, sind wir relativ flott unterwegs und so passiert es, dass Isi beinahe auf eine Schlange tritt. Die Grüne Peitschennatter rettet sich mit einem Sprung in den nahegelegenen Busch und gibt uns noch Gelegenheit für ein gutes Foto, bevor wir sie nicht mehr von den grünen Blättern unterscheiden können.

Der Haad Yuan Strand ist sehr gut zum Schwimmen geeignet. Es gibt keine Steine oder Korallen und es wird relativ schnell tief. Nach einer ausgedehnten Pause und einem Mittagessen in der Strandbar treten wir auch den Rückweg zu Fuß an, statt ein Boottaxi zu nehmen. Nun steht erst der steile Anstieg an, bevor es zum Schluss gemächlich bergab geht.

Fazit:
Eine lange anstrengende Tour, bei der uns die Moskitos ganz besonders zugesetzt haben. Um auf dem Weg Spaß zu haben, sollte man sehr trittsicher sein, denn im Anfangsteil ist der Pfad eher eine Kletterpartie. Wenn man aufmerksam läuft, kann man hier Wildtiere entdecken. Wir haben Affen und eine Schlange gesehen.

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