Crashkurs Bangkok

Obwohl die Verschiffung in Indien (natürlich) nicht nach unserem Zeitplan funktioniert, hält Eini es dort nicht mehr aus und kommt für das Wochenende wie geplant nach Bangkok. So können wir die Stadt an zwei vollgepackten Tage zusammen entdecken.

Nachdem ich Isi in einem Café überrascht habe, wollen wir erst etwas frühstücken. Da das Café aber ziemlich teuer ist, gehen wir woanders hin. Nach unserer Rückkehr ins Hostel ist auch das Zimmer bezugsfertig. Die Reise hat Spuren hinterlassen und wir fühlen uns nach einer Dusche. Danach sind wir fit genug, um Bangkok zu erkunden.

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Skyline von Bangkok

Im Tempel Wat Bowonniwet, gegenüber unserer Unterkunft, kommen wir nicht weit. Da heute der Geburtstag des Königs gefeiert wird, ist der Eintritt wohl nur für geladene Gäste. Überhaupt sind viele Thais in auffälligen gelben T-Shirts in Bangkok unterwegs. So spazieren wir weiter zum Fluss. Von dort nehmen wir eines der Linienboote Richtung Chinatown. Das Treiben der Boote ist ziemlich hektisch. Es wird mit Vollgas die Position am Steg gehalten. Überall knirscht und knackt es und es bleibt immer nur wenig Zeit zum Ein- und Aussteigen. Das Boot ist ziemlich voll und hat auch ganz schön Schlagseite als wir losfahren. In dem ganzen Trubel kommen die Kassierer nicht zu uns und so müssen wir den Fahrtpreis nicht bezahlen. Unterwegs passieren wir den Grand Palace und Wat Arun und steigen im Süden in Chinatown aus.

Wir schlendern über einen Markt, bis uns ein kurzer Regenschauer zu einer Zwangspause in einem Flipflop-Laden zwingt. Den Leuten die an den Straßen ihre Geschäfte haben, ist ihre chinesische Herkunft sofort anzusehen. Die Pause ist zum Glück nur kurz und wir gehen weiter. Auf der Hauptstraße werden Restaurants mit Haifischflossen und ähnlich exotische Produkte beworben. Ein zweifelhaftes Vergnügen.

Am Ende der Straße stoßen wir auf den Tempel Wat Traimit (Tempel des goldenen Buddhas). Wir nehmen uns etwas Zeit diesen zu besichtigen. Auf der vierten Ebene findet sich in einem Schrein ein überlebensgroßer Buddha aus 5 ½ Tonnen purem Gold, der Namensgeber des Tempels. Einige Gläubige knien davor und beten. Vor dem Schrein erleben wir dann eine etwas schräge Situation. Eine Mutter zwingt ihren erwachsenen Sohn Englisch mit uns zu reden. Dem Sohn ist dies sichtlich unangenehm, was seine Englisch-Kenntnisse nicht gerade verbessert. Aber wir sind geduldig und so kommt doch ein kleines Gespräch in Gang.

Für uns wird es Zeit für ein Abendessen. Wir gehen in ein nahegelegenes Restaurant mit Dachterrasse. Von dort haben wir zwar einen guten Blick auf Palast und Wat Arun, die Essenspreise sind aber exorbitant hoch. So recherchiert Isi ein Restaurant in der Nähe des Bahnhofes. Dort sitzen wir zwar direkt an der Straße aber es ist lecker und günstig. Inzwischen sind wir auch ganz schön erledigt und nehmen ein Taxi zurück zur Unterkunft. Dort schlafe ich in dem bequemen Bett so gut wie lange nicht mehr.

Für Sonntag nehmen wir uns vor den Chatuchak-Markt zu erkunden. Wir steigen in einen der lokalen Busse und kommen für 20 Cent zum Marktgelände. Dort wollen wir  ein bisschen bummeln und haben für den Nachmittag eigentlich noch andere Pläne. Doch die Größe und das Angebot des Marktes erschlagen uns. Von Souvenirs über Klamotten, Haushaltswaren, Deko und was man sich nur vorstellen kann bietet der Markt so ziemlich alles. Und so wird aus unserem kleinen Bummel ein 3/4-Tag. Immerhin finden wir auch selber ein paar Dinge. Neben einem großen Tuch für die Markise an Mr. Turtle, haben wir auch eine Mini-Handnähmaschine gekauft. Ich bin schon auf den ersten Einsatz gespannt. Würden wir von hier direkt nach Hause fliegen, wären es wohl einige Sachen mehr. Denn seine Wohnung kann man nach einem Besuch auf dem Markt stilecht asiatisch einrichten.

Bis wir dann mit dem Bus zurück in der Unterkunft sind, ist schon später Nachmittag. Aber wir gönnen uns keine Pause. Nachdem wir uns frisch gemacht haben nehmen wir wieder ein Taxi in Richtung des großen Palasts. Nach den überteuerten Dachterrassen haben wir ein kleines Restaurant gefunden, das noch richtig günstige Preise bietet. Das Lokal ist dann auch überwiegend von Lokals besucht. Da die Speisekarte in der Trok Tha Tian Roofbar aber eher etwas fleischlastig ist, belassen wir es bei einem Bier und genießen die Aussicht (siehe Titelbild).

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High Life auf der Khao San Road.

Dann steht der letzte Punkt auf unserer Liste an. Ein Besuch der Khao San Road. Auch wenn man kein Fan von Feiern und exzessivem Alkoholgenuss ist, sollte man die Straße einmal ablaufen, wenn man in Bangkok ist. Es ist eine Attraktion für sich. Aus den Lokalen wummert lautstark Musik bei dem Versuch sich gegenseitig zu übertönen. Straßenhändler bieten Bier und Lachgas an. Für den kleinen kulinarischen Genuss gibt es gegrillte Skorpione. Wir bleiben bei Curry und Burger. Nicht das beste Essen, das wir in Thailand hatten, aber das Preis- Leistungsverhältnis ist sogar okay. Wir beschließen den Abend mit einem Kokosnuss-Eis, das wir direkt aus der Schale der Frucht löffeln. In der Unterkunft lege ich mich noch ein paar Stunden schlafen, bevor ich um ein Uhr Nachts Bangkok schon wieder in Richtung Indien verlasse. Isi verbringt noch zwei weitere Tage ohne mich in Bangkok, nutzt diese aber hauptsächlich, um sich noch von dem Wochenende mit mir zu erholen und unsere Sumatra-Reise zu planen.

Hier geht es zum Verschiffung-Reisebericht in Kalkutta.

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