Wanderung zu Embalse del Yeso, Laguna Negra und Laguna del Indio

Mit unseren Schweizer Freunden wollen wir in Santiagos Bergen wandern. Ich recherchiere eine Tagesrunde am Embalse del Yeso. Doch als wir dort ankommen stehen wir vor einem neu aufgestellten Zaun inklusive Verbotsschildern. Doch wir kommen trotzdem noch zu unserer Tour.

Bei der Tourenrecherche in Chile stoße ich immer wieder auf das übliche Problem. Es gibt viel Privatgrund, bei dem nicht immer klar ist, ob, wie und wo man ihn betreten darf. Da ich aber einige Tourenberichte (unter anderem über die App SUDA) über eine Wanderung zur Laguna Negra gefunden habe, gehe ich davon aus, dass wir schon irgendwie auf das Gelände des Wasserkraftwerkes kommen werden, dem rund um das Embalse del Yeso alle Natur zu gehören scheint. Vor Ort stehen wir dann allerdings erst einmal vor einem ziemlich neu aussehenden Zaun.

 

Ich schaue mir das ganze aus der Nähe an und schnell ist klar, dass wir es trotzdem wagen werden. Das Wachhäuschen am Damm scheint unbesetzt und der Stausee hat Niedrigwasser. Und so schleichen wir uns am Fuß des Dammes am Zaun vorbei.

 

Auf den ersten Kilometern folgen wir noch einem Jeeptrack, biegen aber dann auf einen wunderschönen Trail ab. Dieser scheint auch gut begangen zu sein, trotz Privatgrund. Es geht leicht bergauf und nach circa 1 ½ Stunden sehen wir unser erstes Zwischenziel. Die Laguna Negra strahlt in überraschendem Türkisblau und erinnert mit ihrem Strand ein bisschen an die Karibik. Wir nutzen die schöne Aussicht für eine erste ausgedehnte Pause.

 

Nach der Pause wird es etwas anstrengender. Nach einem kurzen Stück am Seeufer ist der Trail zu Ende. Es folgt eine längere Felsblockkletterei, die uns und auch Mila ganz schön fordert. Auf dem Bergrücken angekommen, werden wir dafür mit einer weiteren schönen Aussicht belohnt. Vor uns im Tal liegt die grüne Laguna Ancanado.

 

Wir folgen dem Bergrücken bis dieser in ein kleines Tal hinabführt. Von dort sehen wir schon unser nächstes Ziel. Die farbenfrohe Laguna del Indio. Der Abstieg gestaltet sich etwas schwierig. Stephan und ich entscheiden uns für eine weitere Klettereinlage während die drei Damen über einen steilen Schotterabhang absteigen.

 

An der Laguna machen wir noch einmal eine kurze Pause bevor wir die finale Etappe starten. Glücklicherweise gibt es seit der letzten Pause wieder einen richtigen Trail und wir kommen gut voran. So schaffen wir trotz bereits schwerer Beine auch noch das letzte Stück an einer Bergflanke entlang zum Staudamm zurück. Da es uns jetzt auch egal ist erwischt zu werden, gehen wir diesmal sogar direkt über den Staudamm. Doch wieder entdeckt uns niemand. Glück gehabt.

 

Tourenbilanz: 7 h 30 min; 15 Kilometer; 750 Höhenmeter

Tourentag: 20. November 2018 (Chilenischer Frühling)

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